Montag, 30. Dezember 2013

Feuerwerk gestickt

Zum Ende des Jahres zeige ich noch ein kleines maschinengesticktes Feuerwerk.
Es ist entstanden, weil helle Flecken auf einem Kinderpullover zu überdecken waren:
Mit Textilstiften übermalt und bestickt.



So wünsche ich einen "Guten Rutsch"
in das bevorstehende Jahr 2014
sowie allzeit Ideen zum Nähen,
einen reißfesten Faden in der Nadel
und ausreichend Stoff und Garn im Haus.


Zum Feuerwerk hier lang ...

Sonntag, 29. Dezember 2013

Jahrsrückblick 2013

Caro lädt ein zum Jahrs-Rückblick 2013. Mit einer kleinen Auswahl reihe ich mich dort ein:


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Stoffspielerei mit Patchwork-Bullaugen

Zur Stoffspielerei zum Thema Behältnisse lädt diesen Monat frifris ein.

Bei mir gibt es kleine Stifte-Mäppchen. Davon möchte ich welche an Männer verschenken, deshalb habe ich grauen Stoff als Basis gewählt. Zusätzlich Stückchen von Herrenhemden zusammengenäht und mit Zierstichen zusätzlich verbunden. Schon eine Weile möchte ich auch mal "Bullaugen" in Stoff probieren und diese dann mit gestückeltem Stoff hinterlegen. Auch schon lange möchte ich Biesen mit Farbakzent auf der Bruchkante selbst nähen und diese dann mal nach rechts und mal nach linkt durch Nähte obenauf fixieren. 
 
Die Täschchen sind ohne Anleitung entstanden. Die Länge war von vorhandenen Reißverschlüssen bestimmt (ca. 20 - 22 cm). Als Breite wählte ich ca. 25 cm. Diese Abmessungen habe ich aus dem grauen selbst gemachten Bullaugenstoff ausgeschnitten, mit Vlies hinterlegt und nochmals mit Quilt-Nähten ergänzt. Danach kam der Reißverschluss ran, Schlaufen wurden angenäht. Die entstandene Rolle auf links gewendet mit mittig platziertem, geöffneten RV habe ich an den Seiten zugenäht und erst jetzt Ecken von 2 cm x 2 cm heraus geschnitten. Ein Futter in den gleichen Abmessungen mit einer kleinen aufgesetzten Innentasche habe ich ebenfalls vorbereitet.

Letzte Nähte sind die Verbindungen der Schnittkanten seitlich, die die Ecken bilden. Ich war selbst überrascht, wie sich Bullaugen und Muster neu dreidimensional angeordnet haben. Das hat wirklich Spaß gemacht.

Nun schau ich mal, welche Behältnisse die anderen Näherinnen kreiert haben.

Stiffte-Mäppchen zur Resteverwertung

Schon lange möchte ich mal ein Stifte-Mäppchen nähen, vor einiger Zeit habe ich Videos dazu gesehen. Schnell fand ich ein paar Reststreifen Stoff die farblich zueinander passten. Diese habe ich mit Vlies hinterlegt und mit frei Ziernähten ergänzt. Inspiriert haben mich dazu die Übergänge der Muster.

Damit der Reißverschluss leicht einzunähen ist habe ich wie vorbereitet einen Stoffübergang zerschnitten und den Reißverschluss angenäht. Anschließend die Teile zu einer Rolle verbunden, Laschen angeheftet, auf links mit geöffnetem Reißverschluss die Seiten verbunden, ... sieht so aus (viele erkennen vielleicht den hellen Stoff)

Weil immer noch ein Streifen weiß-beiger Stoff übrig ist gibt es gleich noch ein Täschchen mit gutem Gefühl des Aufräumens in der Stoffecke. Ergänzt wird der Stoff durch ein Stückchen Gobelinstoff mit Mode-Webmuster. Die bunte Fläche ist mir zu "bunt", deshalb wird sie mittig (später unten) platziert. Das Rastermuster vom Webstreifen neben dem Reißverschluss finde ich gut. Zur Abwechslung werden die Steppnähte mal orange:
 
 
 mehr Informationen zum Zusammennähen hier
Futter ist zuletzt von Hand angenäht

Sonntag, 22. Dezember 2013

Spitzen-Geschenkeverpackung

Als ich neulich Wäsche gefärbt habe kamen ein paar umhäkelte Deckchen mit ins Färbe-Bad. Gedacht waren sie für Konservenglas-Geschenke vielleicht 2-lagig mit weiß ...

Für ein ganz kleines Geschenk habe ich eins davon schon verwendet: einfach oben zusammengebunden mit ein bisschen Federzeugs aus dem Geschenkpapierfundus unseres Haushaltes.

Die Batikfarbe der Häkelspitze wirkt gebunden wie eine Blüte und ich finde, das Geschenk kann sich so sehen lassen - eine Idee für ein 2. Leben von Spitzendeckchen, denen ja oft Oma-Style-Vorurteil anhaftet.

Filzstiefelchen für die Weihnachtstafel

Eine Freundin hat sich für individualisierte Stiefelchen gewünscht in traditionellen Farben rot weiß und grün. Am weihnachtlich gedeckten Tisch sollen Besteck und Servietten darin Platz finden. Namen sind auch gleich aufgestickt.

Verwendet wurde ein Stück roter Bastelfilz und ein Streifen weißer Kunstpelz.
Zuerst habe ich die Stiefelformen auf dem Filz markiert und dann vor Ausschneiden maschinengestickt. Die Stiefelchen ausgeschnitten, Mittellinie = Umschlagkante ist "hinten" zu erkennen ... oben einen Streifen Pelz angenäht und mit Zierstichen "vorne bis unter den Fuß" zusammen genäht:

Upcycling-Partnerlook zum Weihnachtsfest

So kurz vor Weihnachten steht fest, Dezember und 2013 sind bald Geschichte.
Grund genug noch mal die angesammelten Upcycling-Materialien zu ordnen. Und was finde ich?
Ein T-Shirt, das sich in ein Kinder-Unterhemd verwandeln soll und das 1 - 2 - 3 am besten noch dieses Jahr vor Weihnachten.


So gibt es dann einen für andere unsichtbaren Bund zwischen Vater und Sohn zu Weihnachten:
Unterwäsche im Partnerlook mit Weihnachtsmann-Motiv:

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Sterne aus Maschen

Bei Frau Müllerin ist heute wieder Mustermittwoch mit Sternen zum Jahresende. Dafür hab' ich in meinen Kunst-Strick- und -Häkeldeckchen-Fundus gegriffen und blaue Deckchen auf weiß drapiert. Die Decken sind gebraucht. Immer wenn ich welche finde muss ich sie einfach adoptieren. Zu Hause kriegen sie dann erst mal eine Kochwäsche, manche sogar eine Reparatur mit Maschenfang (z.B. die große blaue war beschädigt). Für meine Zwecke ist das allerdings nicht schlimm sondern nimmt mir die Hemmungen für Upcyclings rein zu schneiden oder eine Schüssel daraus zu formen.
In einem Behälter sammle ich Wäschestücke, die ich mal färben möchte, dort sammeln sich auch immer Deckchen an von denen mir z.B. die Farbe nicht gefällt. Die blauen habe ich hier mit gefärbt.

 
 
  

Dienstag, 17. Dezember 2013

Upcycling Geschenkebeutel

Seit Sommer liegt bei meinen Stoffen ein Tischläufer für den ich eine andere Verwendung vorgesehen habe: Er soll ein Geschenke-Beutel werden. Der Anlass ist durch den Aufdruck eindeutig festgelegt. So war es an der Zeit, ihn zu zerschneiden und neu zusammen zu nähen. Ein dunkelblauer Stoff einer ehemaligen Tischdecke wird als Henkel und Einfassung oben ergänzt.

Geschafft, dann kann er dieses Jahr für Geschenke schon mal zum Einsatz kommen ... alle Jahre wieder.

 

Sonntag, 15. Dezember 2013

Damast-Bettwäsche färben

Vielerblogs wird am Weihnachtskleid genäht, bei uns bekommen die Betten ein anderes "Kleid".

Schon lange lag weiße Damastbettwäsche und dunkelrote Batikfarbe bereit. Einfach nur in Farbe tauchen wäre ja langweilig, ich habe mir etwas spezielles ausgedacht:

Gefärbt werden sollte nur ca. 1/3 der Textilfläche und zwar die später außen liegende. Diese Fläche habe ich zuerst mit ein paar Knöpfen bestückt; gebunden mit Geschenkplastikschnur. Die Wäschestücke habe ich in Ziehharmonikafalten gelegt, das nicht zu färbende Stück in Gefriertüten gesteckt und abgebunden mit mehrmaligen Umschlingungen. Die reduzierte zu färbende Fläche kommt der Intensität der Farbe zugute.

Rubinrote Marabu-Farbe lt. Aufdruck für 300 g habe ich mit 500 g Salz in ca. 6 Liter Wasser erhitzt und die Stoff-Beutel in den Farbsud eingehängt (provisorisch befestigt an der Dunsthaube). So habe ich das Ganze vor sich hin köcheln lassen und immer mal an den Beuteln gezogen, gerührt, bewegt ganz nach Gefühl.

Die anschließende Wäsche in der Waschmaschine samt schleudern haben die schweren Beutel gesprengt und die Farbe ist außerplanmäßig als rosa Farbton in den Rest geblutet. Eine erneute Wäsche ohne Abbindungen und ohne eingebundene Knöpfe hat diesen Effekt egalisiert. Ich habe vor, die Teile nochmals mit der ausgebluteten Seite in Entfärber zu tauchen und auf Schnee auszubreiten, gießen und nochmals waschen.

Nach dem Trocknen habe ich mit einem Textilstift "Marabu Contours & Effects" schwarze Muster ergänzt. Gedacht hatte ich ursprünglich an Linien in Gruppen. Dann hat mich das Damastmuster mit seinen Schneeglöckchen doch zu Kreisbogen ermutigt. Die Knopfabbindungen wirken wie Blüten. Ein unbeabsichtigter Klecks war Schuld dafür, das in die Kreise kleine Punkte kamen.

Das gesamte entstandene Muster gefällt mir, so ein Batik-Muster ist wirklich etwas lebendiges. Womöglich wiederhole ich die Prozedur noch mal mit grafisch gemustertem Damast und schwarzer Batik denn mit großflächigen Grautönen könnte ich gut leben. 
 

 

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Spitzen-Deko mit Eule

Manchmal finden mich Häkeldeckchen, die mir ein Rätsel sind. So was eignet sich meistens gut zum Upcyceln als Schüssel. Wie eine dauerhaft haltbare Schüssel entstehen kann habe ich hier beschrieben.
Zum Deckchen habe ich eine passende Schüssel raus gesucht und die Epoxid-Masse gemischt. Dann ist Eile gefragt, Gummihandschuhe an, noch etwas Acrylfarbe zu den Epoxid-Harz-Komponenten mischen und das Deckchen rein drücken. Anschließend in der Schüssel ausbreiten nach gewünschter End-Form. Da die Ränder recht steil waren habe ich noch Folie auf das Deckchen ausgebreitet und durch die Folie zu Ende gezupft. So angerichtet zum Trocknen und Lüften raus gestellt.

Die getrocknete Form sind in meinen Augen eindeutig stilisierte Tannenbäume, deshalb kamen Anstriche in grün und weiß drauf. Zur Vorweihnachtszeit dürfen Vogel und Eule drinnen sitzen als weihnachtliche Dekoration. Unter der Häkelschüssel noch ein weißes Häkeldeckchen aus Omas Vitrine und noch eins weil der Silberteller verhältnismäßig groß ist. Die aufgeplusterten Häkelmaschen erinnern irgendwie an Schnee.
 

 
 
 

Dienstag, 3. Dezember 2013

Kinder-Jeanshose mit Sternen

Zwischen den Adventstagen liegen Sterne zum Dekorieren und Gestalten in der Luft. Für ein Experiment mit Alabama-Chanin habe ich Reststücke von Jenskleidung mit Sternen bestempelt. Ein Stempel ist eigentlich ein Leuchtstern von der Decke des Kinderzimmers, der größere fertig gekauft und kurzerhand spontan mit doppelseitigen Klebeband an einem Holzkerzenständer als provisorischen Griff befestigt.

Als ich noch darüber nachdachte: Wie und wohin mit den Sternen? ... kam mein Enkel mit seiner kaputten Hose: "Oma hier ist ein Loch!" und steckte seine Hand in Kniehöhe durch seine Hose. Dergleichen ist bei Designerhosen beliebt, bei Kinderhosen aber eher unpraktisch. So fügen sich manchmal Bedarf und unfertige Ideen zusammen und es entsteht etwas nicht planbares.

Näherer betrachtet war die Hose auch etwas kurz mit Außenaufschlag. Diesen habe ich zur Verlängerung aufgetrennt. Die Innennaht der Beine habe ich ebenfalls aufgetrennt, so kommt man einfach besser an die zu reparierenden Stellen. Zur Fixierung habe ich innen dunkles Bügelvlies aufgebügelt. Anschließend wurden die ehemaligen Umschlagkanten mit Zierstichen verstärkt. Als Garnfarbe habe ich rot gewählt weil schon ein rotfarbiger Aufdruck auf der Hose war. Die gedruckten Sterne habe ich etwas größer ausgeschnitten und an den Schnittkanten mit einem Textilmarker angemalt. Aufgenäht sind die Sterne offenkantig an Stellen, wo Verstärkung nötig war. Ein paar Sterne sind 2-lagig leicht verschoben für zusätzlichen 3-D-Effekt aufgenäht. Gebrauchs- und Waschspuren werden diesen Effekt verändern ... ein für mich spannender Prozess.
 
nach der 1. Wäsche:
 

Sonntag, 1. Dezember 2013

Hocker polstern

Kleinmöbel sind ja immer nützlich. Schön ist es, wenn sie zur restlichen Einrichtung passen.
Für die Ferienwohnung habe ich mit Reststoff vom Upcycling einer DDR-Sitzecke 2 Hocker neu gepolstert.
Ein passendes Tablett, hergestellt im Holzbetrieb Wasungen, habe ich auch gefunden. Ich überlege, ob ich es original lasse oder unter die Glasplatte eine s/w-Fotocollage einfüge?

Samstag, 30. November 2013

Reparatur Retro-Puppenmöbel

Eine Freundin schenkte mir einen Puppensessel in der Hoffnung, dass er von mir ein 2. Leben bekommt. Möglicherweise wurde er mal für Kinder gebastelt, vielleicht gab es ihn zu kaufen? Der Stuhl ist ca. 20 cm hoch.
Sicher ist, dass sein Zustand sperrmüll-tauglich war. Beim Zerlegen habe ich mir überlegt, wie er wieder hergerichtet werden kann.

Das Sitzteil mit 50er-Jahre abstehenden Beinen habe ich weiß gestrichen.
Für die Lehne habe ich eine Schablone angefertigt und die Form aus Schneidbrett-Kunststoff ausgeschnitten. Für die Befestigung habe ich mit der Lochzange kleine Löcher gemacht.
Aus Reststücken einer Jeanshose habe ich ein Stück zum Sitzfläche polstern sowie 2 x Rückenfläche zzgl. Nahtzugabe ausgeschnitten. Die Rückenflächen habe ich noch mit Vlieseline gepolstert und rechts auf rechts zusammengenäht; anschließend wenden und das Kunststoffteil einsetzen. Das Rückenteil war fertig nach Schließen der Naht unten von Hand. Von Vorteil war, dass der Stoff leicht stretchig ist.
Zum Befestigen habe ich sogar noch Polsterziernägel gefunden und hatte etwas Hilfe beim Befestigen.

Das Wiederbeleben des Sessels ist genau genommen eine kleine Übung, denn hier stehen noch 2 solche Sessel für Erwachsene. Diese sollen auch in dieser Art repariert werden. Die Stoff-Flächen dafür sollen aus Jensstücken zusammengesetzt werden. Insgesamt Tätigkeiten, die am besten im Freien erfolgen sollen ... der nächste Sommer kommt bestimmt.
 
 
 
Eine Puppe war inzwischen hier zur Sitzprobe. Sie wünscht sich außerdem eine Decke aus Granny's und ein passenden Kissen dazu. Ein Mustergranny ist zum Fertighäkeln schon frei gegeben.


Vom Rückenteil und Bodenteil habe ich Schablonen gemacht.
Falls jemand Interesse für einen Nachbau hat kann ich diese als *.pdf zur Verfügung stellen.

Freitag, 29. November 2013

Holz-Deko-Upcycling

Unausweichlich naht der 1. Advent. Gut dass ich bereits im Sommer damit gerechnet hatte als ich auf dem Flohmarkt im Krempeltempel gedrechselte Kerzenständer und Holzschüsseln fand, ein Teil war bereits ein Upcycling: Kristall-Kelch + Treppengeländer oder Tischbein. Diese Römergläser verwende ich gelegentlich mit Teelichtern als Kerzenständer.


Wie hier schon mal beschrieben habe ich die Teile von Fett und Verschmutzungen befreit und letzte Woche fertig weis gestrichen.
Ein filigranes Häkeldeckchen aus Omas Vitrine passt gut in die Schale.
Als Unterlage verwende ich den Schal von hier.

Brauche ich nur noch passende Kerzen ...

Donnerstag, 28. November 2013

Tablett-Upcycling

Im Sommer habe ich ein gebrauchtes Tablett gefunden, nicht schön aber mit Potential für Farbe und Stoff ... perfekt für Frühstück im Bett.

- Der Boden war brüchig und nicht zweckmäßig, also zu ersetzen (Sperrholz).
- Das Gestell bekam einen Anstrich mit Durchblitz-Acryl-Farbe sowie weiße Schichten
- Stoffband und Einlage waren schnell neu genäht.

Ursprünglich dachte ich an einen rot-weißen Stoff, deshalb die weinrote Farbunterschicht. Das Streichen des Flechtwerkes war langwieriger als gedacht, denn in die vielen Lücken kam ich schlecht mit einem Pinsel rein. Auf der Suche nach rot-weißem Stoff in den Vorräten fiel mir ein blau-weißer Stoff aus Lissabon in die Hände. Diesen fand ich passend für blau-weißes Geschirr aus Thüringen.
Eine rot-weiße Variante kann ich ja zum Wechseln später mal nähen.


 
 

Mittwoch, 27. November 2013

Ein Shirt für alle Fälle

... habe ich vor einiger Zeit aus Jersey genäht nach einem bewährten Schnitt. Farbneutral in schwarz und weiß passt es für viele Gelegenheiten (hier bei " Kochen mit Lust und Liebe" mit Freunden).
Den Halsausschnitt habe ich lieber etwas mehr geschlossen als offen. Die verfügbare Stoffmenge war etwas knapp, so dass die Ärmel zusammengesetzt sind. Damit das nicht gleich "auffällt" ist das angesetzte Stück im Muster um 90 Grad gedreht und durch Kontraststreifen abgegrenzt. Darunter ist die Nahtzugabe versteckt.
Ein Reststück ist als Brusttasche aufgesetzt.


 

Sonntag, 24. November 2013

Soffspielerei: Jersey-Shirt rot-schwarz

Diesen Monat sammelt Griselda Stoffspielereien als beliebige Handarbeiten nach einem Buch. So ist dieses Thema sehr frei, alles ist möglich. Eine gute Idee, sich wieder mal der Handarbeitsbücher im Regal zu besinnen und Projekten, die ich lange schon mal probieren wollte. Solche Gedanken haben mich mal wieder zur Zeitschrift "Handarbeit" vom Verlag für die Frau geführt. In der Ausgabe 3 von 1982 schrieb Frau Bohne-Fiegert über die Gestaltung mit geschnittenen Formen.

Eine ganze Weile hat es gedauert, bis ich entschieden habe was es werden soll: Kissenbezug, Einkaufsbeutel oder Kleidung?? Am Ende habe ich mich für ein Kindershirt entschieden, nach einem vorhandenen Pulli ein paar Stücke zusammengenäht als Basis für die einfache Applikation.

Einen Kreis aus Karton habe ich nach meinen Vorstellungen geteilt und als Schablonen für Jerseystücke verwendet. Die Stücke habe ich mit Klebestift etwas fixiert und mit ganz einfachen Stiche wie sie auch bei Alabama-Chanin (ein Tipp von Griselda) verwendet werden fest genäht. Die Stiche habe ich nicht zu lang gemacht und locker gehalten damit es mit dem Jersey etwas elastisch bleibt. Probiert hatte ich diese Stiche schon bei Mützen.

Die Stichelei hat großen Spaß gemacht und ging schneller als gedacht. Auf Gebrauchsspuren und das Rollen der Stoffstück-Ränder freue ich mich. Die Methode lässt viele Möglichkeiten mit anderen Formen und Farbmischungen offen und ermöglicht ohne technischen Aufwand die Individualisierung von vorhandenen Kleidungsstücken; auch Flecken können so weggezaubert werden. Interessante plastische Effekte gibt es sicher, wenn die Ränder mit Textilfarbe oder -stift etwas getönt werden.
 
 
  

Samstag, 23. November 2013

Handarbeit 1982-03

Diese Ausgabe der Zeitschrift "Die Handarbeit" vom Verlag für die Frau enthält Anregungen und Anleitungen zur Gestaltung mit geschnittenen Formen, gehäkelte Kissenhüllen, Stickereien sowie Marionetten.


"Die Handarbeit" Ausgabe 03-1982
Verlag für die Frau
Inhalt der Ausgabe 1982-03
03-09 Folkloretücher, Tischdecken mit Rand- und Mittelmotiven in Kreuz- und Flachstichstickerei
10-11 Große und kleine Decken in verschiedenen Handarbeitstechniken
12-13 Gestrickte und gehäkelte Flächenmuster für Kissen
14-19 Anleitung und Beispiel für das Gestalten nach Papierschnitten
20-25 Modisches Beiwerk, gehäkelte Weste, Rock mit Häkelborte, gestickte Kragen ...
26-29 Drachen aus Papier und mit Stoff bespannt
32-33 Raumschmuck von Kindern gestaltet
30-31 Marionetten aus Stoff- und Wollresten

Donnerstag, 21. November 2013

Jerseymütze von Hand bestickt

Bevor es neue Stoffspielereien zu sehen gibt zeige ich Mützen, die ich zusammen mit den Stoffspielereien im letzten Monat aus Stoffresten und T-Shirts zugeschnitten hatte.
Die Stickereien sind teilweise Stickproben für ein Spinnen-Netz auf einer Kindermütze hier.

Auf eine Mütze ist ein starker roter Baumwollfaden angenäht.
 
 
Die andere Mütze diente als Probestück für Kettenstiche. Diese habe ich frei ergänzt mit ganz einfachen Stichen. Dabei habe ich darauf geachtet, dass die Stiche nicht zu lang werden und der Jerseystoff elastisch bleibt. Der Aufhänger ist zur Abwechslung mal seitlich angenäht.

Mittwoch, 20. November 2013

Jersey-Shirt mit Stehkragen

In dieser Jahreszeit trage ich gerne Oberteile, die den Hals etwas wärmen. Deshalb nähe ich mir immer mal ein Stehkragen-Shirt in Farben, die zu meiner Garderobe passen, vorzugsweiße schwarz, weiß, grau und rot. Solch ein Shirt trage ich auch gerne als Unterschicht zu Pullovern oder kurzärmligen Oberteilen.

Um dem Stehkragen etwas Stand zu geben habe ich hier mit schmalen Aufbügel-Streifen experimentiert: aufgebügelt und mich Zick-Zack-Zierstichen befestigt.
 
 
Eine andere Variante für einen Stehkragen in Jersey habe ich hier probiert. 

Dienstag, 19. November 2013

Reste von den Resten, eine neue Decke

Von der Patchwork-Decke hier, die aus vielen verschiedenen Reststreifen entstanden ist habe ich Reste übrig. Das war Absicht, um noch einen oder zwei Kissenbezüge passend nähen zu können. Inzwischen habe ich anders entschieden, zusätzlich 2 Damast-Tischdecken in Streifen geteilt und alles zu einer Fläche verbunden. Zuerst dachte ich ja ein Muster, bei dem durch Zwischenfügen heller Streifen eine Web-Optik entsteht, dann ging es aber so schön auf, die Streifen immer um ein Raster seitlich zu versetzen.

Als Hintergrund habe ich ein Bettlaken mit kleinen blauen Blümchen parat. Das finde ich praktisch, da ich in quilten praktisch ohne Erfahrung bin und hinten keine Muster- und Quilt-Linien schief möchte. Zwischen diese beiden Lagen kommt ein Bettlaken aus Molton, mal sehen wie die letzten Nähereien an dem Teil weiter gehen, möchte ja gerne von Hand quilten ... bin auch mal gespannt, wie sich Damast eignet, in einem Buch hatte ich mal gelesen, dass es zum "Beulen" neigt.

 
Die Decke nehme ich als UFO mit ins Jahr 2014, ist vielleicht gut so, denn mir kann der Gedanke auf die großen hellen Flächen ein mit Feststreifen paar Bullaugen wie hier zu platzieren. 
 

Kissenbezüge aus Damast

Damast schätze ich sehr. Ist ja nicht der Trend, denn viele Bekannte haben Ihre Naturfaserwäsche längst gegen Mikrofaser eingetauscht und schwärmen vom Reißverschluss an Bettwäsche. Naturfasern ziehe ich Kunstfasern vor, auch nähe ich lieber einen Knopf an als einen Reißverschluss zu wechseln.

So kam es, dass ich einen Kopfkissenbezug 80 x 80 cm aus Damast in 2 schmale 40 x 80 verwandelt habe. Der Originalkissenbezug hatte 2 Knopfleisten für spezielle Knöpfe (in der gelben Schachtel). Diese Verschlussvariante war sicher praktisch zum mangeln (plätten/bügeln). Nach Auftrennen der Seitennähte und Teilen in 2 gleich große Teile entstanden schnell 2 Kissenbezüge 40 x 80 cm.

Das Zusammensuchen von Knöpfen ist immer wieder ein schöner Moment. Sortiersysteme mit Innenschachteln finde ich für Knöpfe besonders praktisch, denn man kann Schachtel für Schachtel auskippen und in den Schätzen stöbern.

 

Damast eignet sich gut zum Färben, da habe ich auch noch Ideen ...

Dienstag, 12. November 2013

Bettwäsche-Upcycling und Kreuzstich-Monogramme

Schon vor Jahren habe ich gerne Textilien umfunktioniert. In den 90er Jahren bekam ich weiß-hellgrün gestreifte Bettwäsche mit hellgrüner Kante und grünen Biesen-Streifen. Daraus entstand ein Faltenrock nach einem Trachtenrock sowie 2 Blusen. Eine Bluse nach dem Burda-Schnitt 5307 (oben) und eine weitere aus Stoffresten ganz simpel nach dem Schnitt von hier.

Zu dieser Zeit habe ich alte Kreuzstichmonogramme ausprobiert und daraus eine Art Schleife zur Ergänzung genäht.
 
 

Sterne drucken

Das Shirt von hier bekam noch ein paar Sterne aufgedruckt, so dass die Stickstiche nicht so verloren wirken. Der Stempel ist fertig gekauft, die Punkte mit Ohrstäbchen ergänzt.
 
 

Freitag, 8. November 2013

Multicolor-Strick-Varianten für Wollreste

Hier habe ich gelesen von der Kombination einfarbiger und mehrfarbiger Garne beim häkeln. Vor einiger Zeit habe ich ähnliches auch schon gemacht, war kein Geistesblitz, sondern die Idee, Reste zu kombinieren. So im Wechsel gefällt mir das Zufallsmuster sogar besser als rein MultiColor:

 
Für den Kinderpullover, ein Strickmaschinen-Stück, habe ich von unten im Wechsel immer seltener Multicolor verwendet, es neigte sich schneller dem Ende, als ich eingeschätzt hatte. Für die Arme fanden weitere Wollreste Verwendung.
Der Stern ist fertig gekauft, so was wollte ich schon lange mal selbst sticken bzw. mit Jeansresten fransig applizieren.
 

Mittwoch, 6. November 2013

Fledermausbluse mit Spitzenresten

Aus dem Archiv zeige ich eine leicht zu nähende Bluse mit Fledermaus-Schnitt aus Baumwollstoff (Bettlaken) und Resten weißer Spitzenstoffe. Den Schnitt habe ich in den 80ern selbst ausgetüftelt und in vielen Varianten genäht. Gestaltungsfläche ist die Vorderseite, hier zusammen gestückelt aus weißen Resten und Spitzen-Schätzen.

 
Die Bluse habe ich gerne getragen, sie war kochbar und bügeln ging fix.
MMM

Dienstag, 5. November 2013

Reparatur Jeans-Hose

Wenn die Lieblingshose kaputt ist ... na ja sie ist kaputt weil es die Lieblingshose ist ... dann ist das die Gelegenheit, um eine einmalige Kinder-Designerhose daraus zu machen. Öffnen der Seitennaht erleichtert die Aktion. Auf die Schadstellen der Rückseite habe ich  Saumfix aufgebügelt.

Zunächst habe ich nach passenden Aufnähern gesucht, an Aufsticken mit der Maschine gedacht und diese Gedanken aus praktischen Gründen verworfen. Ein paar Abschnitte einer anderen Jens-Hose habe ich mit Klebestift zur Fixierung aufgeklebt und mit Maschinenseide Nähte dem Stopfen ähnlich gezogen. Dieses Garn hält auch mal Bügelhitze aus. Am Ende ist die Seitennaht schnell wieder zusammen genäht und versäubert:
 
 
Die aufgenähten Denim-Stücke wurden nicht versäubert, damit sich beim Waschen allmählich ein Fransen-Effekt einstellt.

Nach einigen Wäschen sieht's dann so aus: